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Die Amerikareise des Musikvereins Rottum

Am frühen Morgen des 8. Augusts 1996 machtensich 32 der damals 38 aktiven Musiker zusammen mit einem kleinen Fanclub von Rottumer Bürgern auf den Weg nach Zürich, von wo aus das Flugzeug nach New York, JFK startete.

Dort angelangt kam schon die erste Aufregung auf: Unsere Container mit den ganzen Instrumenten waren nicht auffindbar. Sie wurden aber gerade noch rechtzeitig entdeckt, bevor sie in eine Maschine nach Japan verladen worden wären.

Vor dem Flughafen wartete schon der Bus, der uns dann nach Long Island zu unseren Gastfamilien fuhr. Bei der Christlich-lutherisch en Gemeinde von Long Island hatten wir zwei Auftritte: Am Samstag spielten wir ein Konzert und am Sonntag gestalteten wir den musikalischen Teil des Gottesdienstes. Die restliche Zeit vom Wochenende unternahmen wir kleine Ausflüge mit unseren Gastgebern.

Am Montag hieß es Abschied nehmen von unseren überaus freundlichen Gastgebern. Der Bus brachte uns in 10 Stunden Fahrzeit an die Niagara Fälle. Im Kanadischen Niagara Falls bezogen wir unser Quartier, um am nächsten Tag die gigantischen Wasserfälle von der Nähe zu betrachten. Von dort aus machten wir einen Abstecher nach Toronto, wo wir unter anderem die Aussicht vom 553 m hohen CN-Tower genossen.

Am nächsten Tag brachte uns der Bus von Niagara Falls in die 600 km entfernte Hauptstadt der USA, nach Washington, D.C. Dort angekommen bezogen wir nach 12 Stunden Busfahrt müde unser Hotel. Der nächste Tag war reserviert für eine Stadtbesichtigung. Uns wurden viele Sehenswürdigkeiten gezeigt, unter anderem das Grab von John F. Kennedy, das Weiße Haus und das Capitol. Das ungewöhnlichste, was wir an diesem Tag sahen, war wohl der Brickskeller, wo über 500 Biersorten aus aller Welt angeboten werden.

Die Busfahrt am nächsten Tag brachte uns zu den "Amish People", ein Bauernvolk, das versucht ohne technischen Fortschritt zu leben und zu Arbeiten; zum Beispiel haben sie keine Autos und kein fließendes Wasser.

Mit über 2 Stunden Verspätung kamen wir endlich in North Bergen, New Jersey bei unseren Gastgebern vom Plattduetschen Volksfestvereen New York/New Jersey an. Dort hatten wir am Samstag und Sonntag für jeweils ca. 6 Stunden auf dem Volksfest der Plattduetschen zu spielen, sowie am Sonntagmorgen zum Gottesdienst.

Am nächsten Morgen hieß es erneut Abschied nehmen, da wir die Weiterreise nach Manhattan antreten mussten. Dort angekommen wurde natürlich die Stadt mit ihren eindrucksvollen Bauten, wie zum Beispiel das World Trade Center, besichtigt. Bevor man dann am nächsten Tag die Heimreise antrat, besuchten wir natürlich morgens noch die Freiheitsstatue.

Wieder in Zürich angekommen und nach einer zweistündigen Busfahrt Rottumer Boden unter den Füßen spürend freuten sich alle, wieder eine deutsche Brotzeit mit Leberkäsund Weizenbier zu sich nehmen zu können.

Ein großes Lob an alle Musiker für den guten Zusammenhalt während der zwei Wochen, sowie an den Organisator Werner Weckerle für die Planung einer so wunderbaren Reise, die uns wahrscheinlich noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird.